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Viel leichter lassen sich die Werte von u und s behalten. Für solche aber, die derartige Gedächtnissachen lieben, setze ich die Werte von (15 + u), (14 − u) und (8 − u) her, währen 6 + s nicht angegeben wird. Es ist

15 + u 14 − u 8 − u in der Zeit von
22 7 1 1583-1699
23 6 0 1700-1899
24 5 − 1 od. + 29 1900-2199
25 4 − 2 od. + 28 2200-2299 und 2400-2499
26 3 − 3 od. + 27 2300-2399 und 2500-2599
27 2 − 4 od. + 26 2600-2899
28 1 − 5 od. + 25 2900-3099
29 0 − 6 od. + 24 3100-3399
30 od. 0 − 1 od. + 29 − 7 od. + 23 3400-3499 und 3600-3699
31 od. 1 − 2 od. + 28 − 8 od. + 22 3500-3599 und 3700-3799

Ausnahmen im gregorianischen Stil: Da hier mit der Ostergrenze am 19. April und 18. April gerechnet ist, so sind die zwei oben S. 34f. besprochenen Sonderbestimmungen im gregorianischen Kalender zu beachten:

  1. Liefert die Rechnung den 26. April, so wird Ostern stets am 19. April gefeiert, indem die Ostergrenze vom 19. auf den 18. April zurückgesetzt, d von 29 in 28, ε von 0 in 1 und E von 24 in 25 verwandelt wird, z. B. in den Jahren 1609, 1981.
  2. Ergibt die Rechnung den 25. April und zwar durch d = 28, durch ε = 1, durch E = 25, d. h. durch Vollmond am 18. April,dann wird Ostern auf den 18. April verlegt, falls a > 10 (somit die goldene Zahl grösser als 11) ist, indem die Ostergrenze vom 18. auf den 17. April zurückdatiert und die genannten Zahlen in 27, 2 und 26 verwandelt sind, z. B. in den Jahren 1954, 2049. In den zwei anderen Fällen, die den 25. April geben, ist dieses Datum festzuhalten, z. B. im Jahre 1886 (d = 28, ε = 1, E = 25, d. h. Ostergrenze 18. April, aber a = 5), im Jahre 1943 (d = 29, ε = 0, E = 24, d. h. Ostergrenze der 19. April).

Zusätze.

Da alle Cyklen, auch unser bürgerliches Jahr von 365 oder 366 Tagen, nur mit ganzen Tagen operieren, die Gestirne uns aber nicht den Gefallen erweisen, dass ihre Umlaufszeit genau volle Tage (ohne den Überschuss von Stunden, Minuten und Sekunden) ausmacht, so stimmt die cyklische Berechnung der Gestirnserscheinungen, auch wenn sie noch so sorgfältig geregelt ist, mit der astronomischen nie genau überein. Selbst die sehr sorgfältigen Sonnen- und Mondtafeln von Largeteau (Paris 1843) und die Schramschen Hilfstafeln für Chronologie (Wien 1882, Neudruck 1883) liefern Resultate, die im ungünstigen Falle um einige Stunden von der astronomischen Wirklichkeit abweichen.[1] Grösser sind natürlich die Abweichungen der hier angewandten cyklischen Berechnung.


1 Ein noch stärkeres Abweichen zeigen andere cyklische Berechnungsarten, z. B. der Mondkalender in Schuberts Mathematische Mussestunden (Leipzig 1898) S. 254 ff. oder die Mondtabelle in Kürschners Jahrbuch, 1907, S. 3.