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(Tab. S. 38 oder S. 39); daher Osterneumond am 25. März (S. 24), Vollmond 13 Tage später am 7. April; diese Ostergrenze ergibt sich direkt aus Tab. S. 25 oder S. 42; Sonntagsbuchstabe E (Tab. II im Anhang), somit Ostern der 13. April (Tab. S. 25 oder Tab. III im Anhang). Gregorianisch? Goldene Zahl 9, ihr entspricht die gregorianische Epakte 27 (Tab. S. 39), daher Ostergrenze der 16. April (Tab. S. 25 oder S. 42); gregorianischer Sonntagsbuchstabe D, somit Ostern des gregorianischen Jahres 1908 am 19. April (Tab. S. 25 oder Tab. III im Anhang).

Tabellen im Anhang.

Der Gebrauch zerstreuter Tabellen ist umständlich und verursacht leicht einen Irrtum. Daher müssen zum Zweck der bequemen Übersicht die Tabellen nebeneinander gestellt und, wenn möglich, noch vereinfacht werden.

Goldene Zahlen, Epakten der verschiedenen Art sowie die noch zu besprechenden Claves terminorum dienen einzig und allein dem Aufsuchen der Ostergrenzen, sind nicht Selbstzweck. Sind nun die Ostergrenzen gefunden, so empfiehlt es sich, diese statt der genannten Hilfsmittel in der Reihenfolge der Jahre einer Tafel einzufügen. Dies ist in unserer Tabelle I geschehen. Ein Vergleich derselben mit den bei der gewöhnlichen Bestimmungsart notwendigen Tabellen S. 26 (goldene Zahlen), S. 39 (Epakten) und S. 42 (Ostergrenzen) erweist sofort, dass sie nicht mehr, ja weniger Raum beansprucht als die genannten Tabellen und dass der Einblick in eine Tabelle die Benutzung mehrerer ersetzt, was eine Erleichterung bedeutet.

Tabelle I liefert also die Ostergrenze eines jeden Jahres. Ihre Einrichtung ist ohne weiteres verständlich: die Zahlen 1-18 bedeuten Tage des April, 21 bis 31 Tage des März. Die durch die Sonderbestimmungen entstandenen gregorianischen Ostergrenzen 17. und 18. April sind durch einen übergesetzten Punkt kenntlich gemacht. Der Beginn eines Mondcyklus, wo der Mondsprung stattfindet, ist durch ein der betreffenden Ostergrenze vorgesetztes Sternchen (*) bezeichnet. Die Zahl der julianischen Jahrhunderte kann beliebig erweitert werden durch stetiges Addieren von 19 in den Horizontalreihen der Jahrhunderte. Der Ostertermin eines gregorianischen Jahres nach 4099 muss hingegen auf die früher besprochene Weise gesucht werden.

Tabelle II ist bereits besprochen (S. 44).

Tabelle III. Ihre Einrichtung bedarf keiner Erläuterung. Bemerkt sei nur, dass der daselbst verzeichnete 21. März niemals Ostertag sein kann.

Beispiel: Ostern 1916 ?
- 1. Julianisch: Ostergrenze 9. April, Sonntagsbuchstabe B, somit Ostern am 10. April.
- 2. Gregorianisch: Ostergrenze 17. April, Sonntagsbuchstabe A, daher Ostern am 23. April.

So lässt sich das Osterdatum eines beliebigen Jahres sehr leicht und rasch finden. Daher sind hier die Ostertermine in der Reihenfolge der Jahre nicht verzeichnet. Wer sie zu haben wünscht, findet sie in meinem oben S. 3 erwähnten "Immerwährenden Kalender" bequem zusammengestellt. Da aber für den Historiker und Chronologen eine Übersicht der Osterdaten in der Reihenfolge der Monatstage von Nutzen ist, so ist im Anhang auch diese gegeben und zwar vom J. 300 ab, für den julianischen Stil bis zum J. 2000 die folgenden Jahre findet man sofort durch Addition von 532, 1064, 1596 usw. , für den gregorianischen Stil bis zum J. 2500 oder bei den selteneren Daten für noch weitere Jahre.